Mobile Wallbox?

  • Meine größten Bedenken hätte ich da nicht in der Wallbox, sondern bezüglich der Hausinstallation mit Augenmerk auf verlegten Querschnitt und Alter der Steckdosen, Verteilerklemmen und so. Ist dann doch ein gaanz ordentlicher Strom von 16 Ampere.

    Gruß Stefan

    Der Porsche stieß mehrere laute Gasstöße aus, bis das Startsignal kam. Der Motor heulte auf, der Drehzahlbegrenzer zitterte, die Reifen scharrten am Straßenbelag, der Auspuff brüllte laut und das Fahrzeug setzte sich straff in Bewegung!


    Der Cyberster war einfach weg…


    8) ^^

  • Wir verwenden auch den NRGKick für unsere beiden BEV's (Opel Mokka und Cyberster) das funktioniert bisher super. Da sich diese per WLAN und JSON API steuern und regeln lässt habe ich sie im Eigenbau in meine Haussteuerung eingebaut (PV Überschuss, Akku-Ersatz, etc). Deshalb kann ich wenig über die eingebaute Steuerung für PV-Überschuss laden sagen.


    Aber alles in allem bin ich extrem zufrieden insbesondere da es ein Adapter für ziemlich jeden Anschluss gibt.

  • Meine größten Bedenken hätte ich da nicht in der Wallbox, sondern bezüglich der Hausinstallation mit Augenmerk auf verlegten Querschnitt und Alter der Steckdosen, Verteilerklemmen und so. Ist dann doch ein gaanz ordentlicher Strom von 16 Ampere.

    Gruß Stefan

    Ganz großes Thema! Vollkommen richtig vom Stefan erwähnt, da geht viel Strom durch.


    Ich habe einen Elektroingenieur geholt, wir haben eine direkte 2,5mm2 fünfpolige Leitung mit 16 Ampere abgesichert am kürzesten Wege in den Keller zum Steomkasten gelegt.


    Da sollte man immer den sichersten Weg gehen. Beim Überschussladen ist das nicht so tragisch, im Winter wenn wir schnell 11kW ziehen will ich keinen Kabelbrand oder Ähnliches 😅

  • Wenn ich mich richtig erinnere sind in der CH 2.5mm2 für 16A eh Vorschrift (in DE reichen wohl 1.5mm2). Wobei es noch von der Verlegeart abhängt.


    Einfach aufpassen bei Balkonkraftwerken o.ä. welche man "selbst" einspeist... da kann man schnell mal an einer Steckdose, die an der selben Sicherung ist, überbelasten, da von 2 Seiten eingespiesen wird (vom Stromverteiler und vom BKW)...


    PS: will ja nicht belehren, aber ich hab (beruflich) leider schon das eine oder andere abgebrannte/geschmolzene Kabel/Dose/Automat gesehen.... und wer hat nicht schon die Wärmesicherung der aufgerollten Kabelrolle zurücksetzen müssen ;)

  • Ich habe eine Go-E Charger Gemini Flex mit Adapterset für normale Steckdose, CEE 16A und CEE 32A.

    Ich habe mir mir eine CEE 16A fest installiert an der die Box mit einer Montageplatte abnehmbar befestigt ist. Verbunden ist das ganze mit einem 5X2,5 und abgesichert über einen FIB16A/0,03A. Ich habe die Box offiziell bei meinem Netzbetreiber angemeldet.

    Wenn Cybie mal 2 - 3 Stunden mit 11KW geladen hat, ist der FIB und das 5X2,5 schon ordentlich warm. Diese Dauerbelastung sollte man nicht unterschätzen.

    Die Go-E flex ist übrigens Paragraph 14a tauglich, kann Lastmanagement, Überschussladen und auch sonst alles, was man so braucht. Die App über die sie steuerbar ist, ist genial. Eine RFID und eine Diebstshlsicherung ist auch dabei, für den festen Ausseneinsatz.

    Nicht die billigste Box aber sehr, sehr gut.

    MY26 Anfang August 2026 geliefert, Software R19

  • Mission: E-Auto laden mit der ezgogo 11 kW

    Hallo zusammen,

    hier ein kleiner Erfahrungsbericht.

    Die Ausgangslage

    Meine Stromquelle kommt aus reiner Luft. ;)

    Genauer gesagt aus meiner 15-kWp-PV-Anlage.

    Einen Anschluss ans öffentliche Stromnetz gibt es nicht.

    Das nennt sich in Fachkreisen:

    Inselanlage.

    Klingt eigentlich ziemlich cool.

    Insel + Sonnenschein = Urlaub. 🏝️☀️

    Zumindest in der Theorie.

    Denn wenn die Sonne scheint, ist die Stromversorgung blendend.

    Wenn es regnet, beginnt dagegen der Überlebenskampf.

    🛠️ Der Bau der legendären roten Dose

    Letzten Sonntag war es endlich so weit:

    Die rote 16-A-Kraftstromdose sollte installiert werden.

    Ein überschaubares Projekt.

    Dachte ich.

    Es hat irgendwie den ganzen Tag gedauert.

    Gut … ich habe das Ganze im Prinzip auch zweimal gemacht.

    Aber was soll's.

    Gegen Abend war sie endlich fertig.

    Die rote Dose hing.

    Der Inselbewohner war stolz.

    Die ezgogo stand bereit.

    Mission E-Auto laden konnte beginnen.

    Leider gab es ein kleines Problem:

    Die Sonne war weg.

    Tja. So ist das auf einer Insel.

    Man kann nicht einfach beim Energieversorger anrufen und sagen:

    „Könnten Sie mal kurz 11 kW Sonne schicken?“

    Also blieb nur ein Funktionstest.

    Laden war nicht möglich.

    Überlebensregel Nr. 1:

    Zitat
    Lade dein E-Auto nicht nachts, wenn deine Stromquelle die Sonne ist.

    🌧️ Die Sonne hat gekündigt

    Am nächsten Morgen dachte ich:

    Jeden Tag geht die Sonne auf.

    Nur bei mir irgendwie nicht.

    Wolken.

    Regen.

    Regenschauer.

    Der Wetterbericht klang wie eine offizielle Warnung vor dem Ende der Zivilisation.

    Mein E-Auto stand da.

    23 % Akkuladung.

    Die ezgogo stand ebenfalls da.

    Bereit zum Einsatz.

    Also:

    Nicht verzagen – laden wagen!

    Stecker rein.

    Strom an.

    Und dann …

    Volle Ladung!

    Ähm …

    Nee.

    Das war wohl etwas zu optimistisch.



    ⚡ Die brutale Realität der 15 kWp

    15 kWp auf dem Dach hört sich erst einmal gewaltig an.

    Bei Sonnenschein ist das auch eine feine Sache.

    Bei Regenschauern sieht die Welt allerdings anders aus.

    Da kommen dann teilweise nur 4 kW oder weniger vom Dach.

    Und mein Auto möchte natürlich gerne etwas mehr.

    Die Lösung:

    Die ezgogo kann auch weniger.

    Denn weniger ist mehr!

    Eine richtig praktische Funktion ist der Ampere-Einstellknopf.

    Die Ladeleistung lässt sich in fünf Stufen einstellen.

    Für eine Inselanlage wie meine ist das tatsächlich Gold wert.

    Denn ich kann die Ladeleistung einfach an das anpassen, was die Sonne gerade freundlicherweise bereit ist zu liefern.

    🔋 Der Kampf gegen die Wolken

    Die Natur braucht Regen.

    Das verstehe ich.

    Die Pflanzen freuen sich.

    Die Bäume freuen sich.

    Der Rasen freut sich wahrscheinlich auch.

    Meine PV-Anlage eher nicht.

    Nach unserem Sommer braucht die Natur dringend Wasser.

    Meine PV-Anlage dagegen dringend Sonne.

    Und wer gewinnt?

    Natürlich:

    Die Wolken.

    Verflixt!

    Also wieder Tüfteln und Probieren.

    Und plötzlich die Erkenntnis:

    Hey!

    Ich kann sogar einphasig mit 6 Ampere laden.

    Das ist zwar nicht gerade Formel 1 unter den Ladegeschwindigkeiten …

    … eher Rollator mit Blinker

    aber immerhin:

    Der Tag ist vorbei und mein Akkustand ist tatsächlich um 7 % gestiegen.

    Sieg!

    Die Insel hat wieder zugeschlagen.






    🐌 Laden mit 6 Ampere – Entschleunigung auf vier Rädern

    Das dauert natürlich ewig.

    Aber dafür ist es wunderbar akkuschonend.

    Mein Auto wird mich lieben.

    Vielleicht flüstert es irgendwann:

    Zitat
    „Danke, dass du mich so langsam lädst.“

    Ich werde dann antworten:

    Zitat
    „Keine Ursache. Wir haben schließlich keinen Strom.“

    🚨 Der Stecker lässt sich nicht lösen!

    Und jetzt wurde es spannend.

    Ein altes Sprichwort sagt:

    „Wo Licht ist, ist auch Schatten.“

    Sag das mal einem PV Betreiber …


    Bei der ezgogo gibt es nämlich eine kleine Besonderheit:

    Keinen Ausschalter.

    Zumindest keinen, mit dem ich den Ladevorgang einfach direkt am Gerät beenden kann.

    Das ist, sagen wir mal … gewöhnungsbedürftig.


    Mein Auto war während des gemütlichen Ladens inzwischen eingeschlafen.

    Und ich bekam es nicht mehr richtig wach.

    Die Türen gingen auf.

    Aber sonst war … nix.

    Keine Reaktion.

    Keine Weiterfahrt.




    🔌 Notfallmaßnahme

    Also blieb nur die harte Methode:

    400-V-Stromkreis abschalten.

    Zack.

    Aus die Maus.

    Im Auto noch ein bisschen:

    Klick … klack … surr …

    Die Relais erledigten ihre Arbeit.

    Dann:

    Ruhe.

    Gut.

    Jetzt nur noch den Ladestecker herausziehen.

    Dachte ich.

    Ich zog.

    Nichts.

    Ich zog etwas kräftiger.

    Immer noch nichts.

    Hä???

    Der Stecker saß fest.

    Oh manno!

    „Los, du Kiste! Rück den Stecker raus!“

    Kurzer Blick in die Werkzeugkiste.

    Vorschlaghammer …

    Nach drei, vier beherzten Schlägen war der Stecker ab.

    (Späßle gemacht!)


    Zitat
    Innige Beziehungen sind manchmal untrennbar.





    💡 Die Rettung

    Bei laufendem Fahrzeug gibt es auf der Ladeanzeige ein kleines Symbol zum Entriegeln des Steckers.

    Einfach draufdrücken.

    Schwupp.

    Die Entriegelung surrt.

    Der Stecker lässt sich herausziehen.

    Problem gelöst.

    Man muss es halt nur wissen.

    Überlebensregel Nr. 2:

    Zitat
    Bevor du zum Vorschlaghammer greifst, schau auf das Lade - Display.

    🏁 Mission abgeschlossen

    Damit endet mein kleines Abenteuer „E-Auto laden auf der PV-Insel“.

    Fazit:

    Die ezgogo funktioniert bei meiner speziellen Situation grundsätzlich prima.

    Besonders praktisch finde ich die Möglichkeit, die Ladeleistung herunterzuregeln und damit den aktuell verfügbaren PV-Strom optimal auszunutzen.

    Man braucht allerdings Geduld.

    Sehr viel Geduld.

    Aus den beworbenen 11 kW werden bei Sonnenschein vielleicht ordentliche Ladeleistungen.

    Bei Regen wird daraus dagegen eher:

    „Wir laden heute mal gemütlich.“

    Aber das gehört zum Insel-Leben dazu.

    Denn:

    Ich habe keinen Stromanschluss. - Aber Ich habe eine Insel. 🏝️


    Das Abenteuer Autoladen ist damit vorerst beendet.

    Schade eigentlich.





    1Phase.pngStecker_lösen.png

  • Moin!

    Wir haben dumme Ladeboxen, die können gar nix. Habe auch noch nie eine mit Ausschalter gehabt.

    Langsames Laden stellen wir (gezwungenermaßen) immer im Auto ein. Wäre schön, wenn die App (wie bei BMW) das könnte.

    Eigentlich laden wir fast immer nur mit 6A um den Hausakku nicht leer zu machen. Es sei denn die Sonne ballert. Dann bekommen wir auch beide Autos wieder auf 80% oder sogar 100%. Aber auch da meist nur mit 8A, denn 16A ist fast immer mehr, als vom Dach kommt.


    Entriegeln: sollte eigentlich sofort gehen, wenn Du auch das Fahrzeug entriegelst. Die Alternative im Wagen hast Du ja schon gefunden.

    1998 Renault Sport Spider, blau, mit Frontscheibe

    2018 Alpine A110, Première Edition

    2022 BMW i4 eDrive40, orange

    2026 Cyberster, gelb, graue Sitze

  • Du brauchst einfach viel größere Akkus und Wechselrichter. Ich kenne eine Anlage mit 50kW Wechselrichter und 65kWh Akku, damit interessiert dich nicht mehr, wie viel Sonne gerade scheint :) Diese Anlage ist aber nur Teilweise eine Insel, wenn der Akku im Winter leer ist werden die Akkus über ein separates Ladegerät aus dem vorhandenen Stromnetz nachgeladen.