Beiträge von Paderburner

    Boah dann musst du dies aber mal den MG Händlern sagen damit die den Kunden keine Unwahrheiten erzählen! 😂

    Der Satz bezog sich auf die Frage, warum der XPower nur bei schönem Wetter gefahren werden darf.

    Das hast du genauso falsch verstanden wie die Aussagen in den Tests.


    Ansonsten ist es so, wie Blabberald schreibt: Der XPower unterscheidet sich vom RWD durch den zweiten Motor, der die Vorderräder antreibt (sowie die anderen Felgen und dass die Dinamica-Sitze Serie sind). Regelung des Antriebsstrangs, Batterie usw. sind identisch. Inklusive der Leistungsreduzierung des Motors im Comfortmodus.

    Wieso darf man den X-Power nur bei schönem Wetter fahren?

    Das sagt der Händler so.

    Schon alleine deshalb weil man ja nur auf den Super Sport Modus des RWD runter kommt und dann halt immer noch 340PS hat.

    Das ist defintiv nicht richtig. Die Leistung des Heckmotors ist beim XPower im Komfortmodus ebenso reduziert wie beim RWD.

    Ich weiß, wie mein RWD im Sportmodus abgeht. Das ist ein Riesenunterschied zum XPower im Komfortmodus.

    Letzte Woche hatte ich bei bestem Wetter die Möglichkeit, mal den XPower probe zu fahren. Mit meinem RWD habe ich inzwischen 30000 km zurückgelegt und kenne ihn gut genug, dass ich mich auf die Unterschiede konzentrieren konnte.


    Der XPower hat eine brutale Beschleunigung! Ausrufungszeichen

    Der RWD hat wirklich schon einen ordentlichen Antritt. Aber der AWD legt da nochmal gewaltig was drauf. Das hatte ich zwar erwartet, aber nicht in diesem Maße. Okay.

    Braucht man das? Definitiv nicht. Auf den 30000 km mit meinem RWD hatte ich noch nie auch nur ansatzweise eine Situation, in der ich mir mehr Beschleunigung gewünscht hätte. Auch mit dem RWD hat man einen Überholvorgang auf der Landstraße eins-fix-drei abgeschlossen und muss dabei aufpassen, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht allzu deutlich zu überschreiten.

    Dass der zusätzliche Vorderradantrieb den Wagen besser durch die Kurven zieht, habe ich so nicht bemerkt. Möglicherweise gleicht der RWD das durch sein geringeres Gewicht aus. Der RWD zerrt definitiv weniger am Lenkrad, wenn man in der Kurve ordentlich beschleunigt.. Wie sich das auf nasser Fahrbahn verhält, kann ich nicht sagen. Zum einen hatte ich bestes Cabriowetter und zum anderen darf man den XPower nur probefahren, wenn es trocken ist.


    Interessant war für mich auch die Frage, wie sich der AWD fährt, wenn man nicht im Sport- oder SuperSport-Modus unterwegs ist. Hier ist er im Vergleich zum RWD spürbar weniger agil. Behäbig wäre zu viel gesagt, aber man merkt den Unterschied deutlich. Die 100 kg Mehrgewicht und der bremsende Motor vorne machen sich bemerkbar. Spürbar vor allem in Kurven und beim normalen Beschleunigen, sowohl in der Stadt als auch auf der Landstraße. Das hatte ich - vor allem in dieser Deutlichkeit - nicht erwartet.


    Wie lautet nun mein Fazit?

    Mit dem Kauf des RWD habe ich alles richtig gemacht. Er hat definitiv mehr als ausreichend Leistung und Beschleunigung. Das mehr an Beschleunigung, das der XPower bietet, ist meiner Meinung nach nicht relevant. Im Straßenverkehr ist die Power des RWD immer mehr als ausreichend. Aus dem Alter für Ampelrennen bin ich raus. (Das hat mit dem kleinen Elektro-Smart ohnehin mehr Spaß gemacht.) Und Mitfahrer beeindrucken muss ich auch nicht. In meinen Augen also nicht mehr als ein Gimmick.

    Auf der anderen Seite erkauft man sich das mehr an Beschleunigung durch weniger Agilität beim "normalen" Fahren - was bei mir zu mehr als 95 % der Fall ist. Der XPower hat einen höheren Verbrauch und damit weniger Reichweite. Wenn man richtig Gas bzw. Strom gibt, sinkt die angezeigte Restreichweite beim XPower dermaßen schnell - das habe ich bei meinem RWD noch nie erlebt.


    Unterm Strich ist der RWD für mich das bessere Auto - und dazu noch 5000 € günstiger (bzw. 4000 €, wenn man die Dinamica-Sitze haben möchte).

    4000 € reichen bei mir für einen sehr schönen Roadtrip. :)

    Soweit ich weiß, schaltet der XPower nur im Sport- und SuperSport-Modus auf Allrad-Antrieb. Bei winterlichen Verhältnissen (Schnee, Glatteis) bin ich lieber nicht im Sport-Modus unterwegs.


    Die Frage für mich lautet nicht: "Sommerreifen im Sommerhabjahr und Winterreifen im Winerhalbjahr oder immer Ganzjahresreifen?" sondern "Winterreifen oder Ganzjahresreifen im Winterhalbjahr?"


    Dass (gute) Sommerreifen im Sommer die bessere Wahl sind, bestreitet niemand. Deshalb fahre ich im Sommer auch mit den Pirelli P Zero. Zumindest so lange sie noch ausreichend Profil haben. Ob ich, wenn die P Zero abgefahren sind, für den Sommer neue (Sport-)Sommerreifen aufziehen lasse oder dann mit den Cross Climate 3 Sport fahre, werde ich dann entscheiden. Wahrscheinlich werde ich aber - aus den von dir genannten Gründen - wieder auf Sommerreifen wechseln.

    Für das Winterhalbjahr halte ich aber die Ganzjahresreifen aus denselben Gründen für die bessere Wahl gegenüber Winterreifen, da diese nur bei sehr winterlichen Bedingungen Vorteile haben. Da diese winterlichen Bedingungen zum einen nur sehr selten (und vermutlich immer seltener) herrschen und ich dann auch keinerlei Ambitionen verspüre, besonders "sportlich" unterwegs sein zu müssen, kann ich das gut verkraften.

    Allerdings ist auch unbestritten, dass ein guter Ganzjahresreifen bei nicht winterlichen Straßenbedinungen in allen Disziplinen besser performt als ein Winterreifen. Und wenn's im Winter mal wieder schönes Cabriowetter hat (was vermutlich immer häufiger der Fall sein wird), freue ich mich, mit meinen Ganzjahresreifen erheblich sicherer unterwegs zu sein als mit Winterreifen. Da macht auch "sportliches" Fahren mehr Spaß als auf Schnee und Eis. Wenn man's denn braucht.


    Aber das muss jeder für sich entscheiden, ob er für ein paar Wintertage (an denen das Auto vielleicht besser in der Garage bleibt) einen etwas besseren Reifen haben möchte, der ansonsten aber weniger Sicherheit bietet.


    Meine persönliche Bilanz der letzten "Winterreifen-Saison":

    zwei Fahrten bei winterlichen Bedingungen (Temperatur unter dem Gefrierpunkt, starker Schneefall, Straße nicht geräumt oder gestreut) - problemlos und sicher dank guter Ganzjahresreifen

    einige Fahrten bei nicht winterlichen Bedingungen (Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt bei trockener oder nasser Fahrbahn) - problemlos und sicher dank guter Ganzjahresreifen

    etlliche Fahrten bei höheren Temperaturen (> 15°C), auch schöne Cabrio-Touren - problemlos und sicher dank guter Ganzjahresreifen


    @ Wilfried.

    Die Cross Climate 3 Sport gibt es erst seit 2025. Ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass deine Erfahrungen länger zurück liegen.

    Ist für mich aber auch egal, weil ich die CC 3 Sport (erstmal) nur im Winterhalbjahr fahre. Und da sehe ich ganz klare Vorteile bei den Cross Climate 3 Sport gegenüber Winterreifen.

    Gerade bei Ganzjahresreifen gibt es große Unterschiede und in den letzten Jahren haben Michelin und Conti noch mal große Fortschritte bei der Entwicklung der Gummimischung gemacht. siehe https://www.youtube.com/watch?v=1bVyClJDiuA

    Im Sommer fahre ich weiterhin die P Zero, bis sie abgefahren sind. Danach überlege ich neu, ob neue (Sport-)Sommerreifen kommen oder ob ich die Ganzjahresreifen auch im Sommer fahre.

    Und wie bereits oben geschrieben: Auch im Winterhalbjahr gibt es hier mehr Tage, an denen ein Winterreifen deutlich schlechter ist als ein Ganzjahres- oder Sommerreifen, als Tage, an denen ein Winterreifen wirklich entscheidende Vorteile gegenüber einem sehr guten Ganzjahresreifen hat..

    Winter vs. Allwetter vs. Sommer – ein gar nicht so absurder Reifentest! | AUTO ZEITUNG
    Welcher Reifen ist im Winter wirklich die beste Wahl? In der White Hell von Nokian Tyres treten Winter-, Allwetter- und Sommerreifen unter identischen Beding...
    www.youtube.com


    Würde ich in einer Gegend wohnen, in denen häufig mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen ist, würde ich an diesen Tagen den Cyberster in der Garage lassen und mir dafür lieber einen Lada Niva mit Winterreifen zulegen.

    Im letzten Winter bin ich mit den Cross Climate Sport sehr gut klar gekommen. Zwei Mal musste ich über eine frische Schneedecke auf der Autobahn nach Hause fahren. Einmal hatten wir Ende November mit der Band einen Gig in Münster, als es nach Mitternacht zu schneien begann und nur auf der A2 ein einsames Räumdienstfahrzeug unterwegs war*. Ebenso ein paar Monate später, als ich von Bielefeld nach einer Session im Jazzclub die ungeräumte A 33 fuhr.


    Mit den Reifen habe ich mich so sicher gefühlt wie sonst mit Winterreifen, die ich bei meinen bisherigen Autos von Oktober bis Ostern montiert hatte (in der Regel die aktuellsten von Conti). Der für mich entscheidende Vorteil der Ganzjahresreifen ist, dass es zwischen Oktober und Ostern mehr Tage mit Temperaturen jenseits der 10, vermutlich sogar 15 Grad gibt als Frosttage und Winterreifen bei diesen Temperaturen definitiv weniger Sicherheit bieten. Mit den Cross Climate konnte ich auch im Winterhalbjahr mehrere schöne Touren bei Cabriowetter machen - ohne mir über lange Bremswege oder ein schwammiges Gefühl in flott gefahrenen Kurven Gedanken machen zu müssen.


    Ich bin in der glücklichen Situation, in der Regel nicht fahren zu müssen, sondern das Auto in der Garage stehen lassen zu können, wenn die Straßenverhältnisse für entspanntes Fahren zu winterlich sind. Und sollte es doch mal nötig sein (siehe oben), bieten die Ganzjehresreifen ausreichend Sicherheit. Die michelin sind vermutlich auf Schnee und Eis besser als so mancher Billig-Winterreifen.


    Ich würde die Michelin Cross Climate Sport wieder kaufen. Und ich würde sie auch fahren, wenn ich einer Region mit häufigeren winterlichen Straßenverhältnissen wohnen würde. Ich habe übrigens diesen Mittwoch wieder von den Pirelli P Zero auf die Cross Climate gewechselt. Die Pirellis fahre ich von Mai bis Ende September, so lange sie noch ausreichend Profil haben.



    * Den Streuwagen habe ich überholt, weil ich den Eindruck hatte, dass ich mit den Cross Climate schneller fahren konnte. Konnte ich.