Zellenausgleichsladung (monatlich)

  • Hab mir wegen einer anderen Frage hier im Forum nochmal die Wartungs- und Garantieanleitung hergenommen. Dabei bin ich über den Begriff "Equalisation Charging", also Zellenausgleichsladung, gestolpert.
    Da wird erwähnt, dass man das regelmässig, wie im Manual beschrieben, machen soll.

    War mir so nicht bewusst und daher habe ich mal im Manual gesucht: tatsächlich, da steht das als Empfehlung drin...

    Hab nur die Englische Version, hier mal kurz für Euch übersetzt:

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    Zellenausgleichsladung

    Es wird empfohlen, nach Möglichkeit einmal im Monat eine Langsamladung (Ausgleichsladung) durchzuführen, um die Lebensdauer der Hochvoltbatterie zu verlängern.

    Das Batteriemanagementsystem überwacht den Zustand der Hochvoltbatterie. Wenn festgestellt wird, dass über einen bestimmten Zeitraum keine Ausgleichsladung der Hochvoltbatterie durchgeführt wurde, erscheint auf dem Display des Kombiinstruments folgende Warnmeldung:

    „Bitte laden Sie das Fahrzeug mit geringer Ladeleistung, um den Spannungsausgleich der Hochvoltbatterie sicherzustellen.“

    In diesem Fall müssen Sie eine Ausgleichsladung durchführen. Die Vorgehensweise finden Sie im Kapitel „Starten und Fahren“ unter „Ausgleichsladung“.

    Ausgleichsladung

    Bei einer Ausgleichsladung wechselt das Batteriemanagementsystem nach Abschluss eines normalen Ladevorgangs in einen speziellen Betriebsmodus. In diesem versucht es, die Spannungen aller Batteriezellen anzugleichen, um die Gesamtleistung der Hochvoltbatterie sicherzustellen.

    Bei normaler Umgebungstemperatur dauert ein Ladevorgang einschließlich der Ausgleichsladung mindestens:

    • Batterietyp 1:
      • Einphasiger Stromanschluss: 7 Stunden
      • Dreiphasiger Stromanschluss: 4,9 Stunden
    • Batterietyp 2:
      • Einphasiger Stromanschluss: 8,5 Stunden

    Die genannten Zeiten gelten bei normaler Temperatur und sind Mindestangaben für einen Ladevorgang einschließlich Ausgleichsladung.

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    Infos zu Batterietyp 1 oder 2 konnte ich spontan nicht finden. Da bei Typ 2 aber nur einphasig erwähnt wird, gehe ich bei uns von Typ 1 aus.


    Also, seid lieb zu Eurer Batterie und hängt sie regelmäßig nachts an die Wallbox!

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  • Bedeutet das, dass ich die Batterie auf 100% laden soll oder reichen 80?

    Meiner hängt jede zweite Nach an der 11KW Wallbox bis 60 -80% je nachdem was ich vor habe. Bisher habe ich alle 3000 - 4000Km eine 100% Ausgleihsladung gemacht.

    MY26 Anfang August 2026 geliefert, Software R19

  • Bedeutet das, dass ich die Batterie auf 100% laden soll oder reichen 80?

    Meiner hängt jede zweite Nach an der 11KW Wallbox bis 60 -80% je nachdem was ich vor habe. Bisher habe ich alle 3000 - 4000Km eine 100% Ausgleihsladung gemacht.

    Berechtigte Frage...
    Ich kenne das von anderen Systemen und/oder auch Batterietypen (LFP) so, dass das bei 100% Ladung stattfindet.
    Bei LFP Batterien dient das eher dazu, das BMS (Batteriemanagementsystem) zu kalibrieren, es erkennt sonst bei LFP irgendwann nicht mehr, wann die Batterie tatsächlich voll ist.

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  • Mein MG4 macht das bei jeder Ladung (habe nen 64er NMC Akku). Sieht man gut daran das er wenn er auf 80% Ladelimit gestellt ist noch weiter lädt obwohl 80% schon erreicht sind (meistens dauert das so 15 Minuten).


    Gelegentlich mal auf 100% laden schadet dennoch nicht - man sollte den Wagen nur nicht mit 100% Tage lang stehen lassen, sondern dann recht zügig los fahren.


    Die neuen MGs mit LFP Akku meckern sogar wenn man den Wagen länger nicht auf 100% lädt - scheint da also echt nen Thema zu sein.

  • Meiner hat letzten Winter 4 Monate in der TG ohne Strom Anschluss/ ohne Fahrzeugbewegung gestanden. Nach dem Winterschlaf ohne Probleme aufgeweckt und die nächsten 8.000 km abgespült. Allerdings wurde über die gesamt 12.000 km zu 90 % mit max 3 kWh geladen, meist bis 80/85% SoC. Ab und zu auch mal bis 100% SoC, wenn im Anschluss eine Tour geplant war. Der Fahrakku wurde beim Service im September mit 99% SoH beurteilt, auch ohne die monatlichen Ausgleichsladungen durchgeführt zu haben. Vielleicht hat jemand, der seinen Cybi im Winter „einmottet" ähnliche Erfahrungen gemacht? ⚡ Grüße

  • Im Betriebshandbuch auf Seite 154 wird bei der Ausgleichsladung der Wert 100% genannt., bzw. beziehen sich darauf die Ladezeiten mit 1-phasig und 3-phasig. Wichtig ist halt AC und nicht DC! Daher gehe ich davon aus, dass die Ausgleichsladung bis 100% geschehen muss, dann muss das Ladegerät darüber hinaus angesteckt bleiben, damit das BMS die Zellen über mehrere Stunden kalibrieren / nivellieren kann.


    Alles andere macht in meinen Augen auch keinen Sinn, da nach meinem Verständnis die Zellen einen definierten Zustand mit "voll" haben müssen, damit das BMS diese auch als voll erkennt und somit eine Kalibrierung durchführen kann. Alle anderen Zustände von 90%, 80% etc. sind ja rein errechnete Werte aufgrund der Zellspannung. Die Zellen altern im Laufe der Zeit und die Zellspannung sinkt. Hat eine Zelle vielleicht im Neuzustand 3,4 Volt bei 100% mag sie vielleicht in 5 Jahren nur noch 3,2 Volt haben. Wird nie kalibriert, würde dann -obwohl die Zelle schon mit 3,2 V schon voll ist- nur 80% Ladeleistung angezeigt werden, obwohl sie nicht voller werden kann. Dies gleicht die Kalibrierung des BMS aus. So ungefähr stelle ich mir das vor.

    Ich persönlich halte den Vorgang pro Monat zwar für übertrieben, aber einmal im viertel Jahr macht das sicherlich Sinn. Man sollte halt dann den Strom danach auch irgendwie "abfahren", da den Wagen dann mit 100% tagelang rumstehen zu lassen, setzt den Akku unter Stress.

    Cyberster XPower, Andes Grey, rot-schwarz, Verdeck schwarz.