Beiträge von George

    Auch von mir vielen Dank für den Post!

    Das von Dir als Fazit gepostete Resümee ist dann wohl die sog. "Ausgleichsladung", welche MG in seinem Handbuch beschreibt. Hier wird empfohlen dies jeden Monat zu machen. So habe ich das in Erinnerung.

    Macht Ihr das auch in dieser Häufigkeit, oder beachtet Ihr das gar nicht? Hier ist ja der Punkt wichtig, das Fahrzeug trotz 100% am Ladestrom zu lassen, bis dieses tatsächlich keinen Strom mehr aufnimmt!

    Einmal im Monat finde ich leicht übertrieben, persönlich halte ich ein- oder zweimal im Jahr für reichlich. Allerdings empfiehlt das inzwischen auch Tesla monatlich, jedoch nur für seine Fahrzege mit LFP-Akku, die eine spezielle Problematik haben. Durch den bei diesem Akku-Typ sehr geringen Unterschied in der Zellspannung zwischen "voll" und "leer" wirken sich kumulierte Fehler des BMS hier besonders dramatisch auf die Genauigkeit der Berechnung aus. LFPs sind robust, langlebig und günstig in der Herstellung, haben aber andererseits keine besonders hohe Leistungsdichte und Energieabgabe. Unsere Cybester haben keine LFP-Akkus sondern NMC-Akkus (mit 77 kWh) verbaut. Mit LFP würden wohl nur so um die 60 kWh ins Auto passen.

    Danke für die ausführliche Erklärung. Ich möchte noch ergänzen: Ich bin neu bei der Elektromobilität im Maßstan 1:1, aber im Maßstab 1:10 schon viele Jahre unterwegs und viel Erfahrung gesammelt. Akkus mögen es nicht, wenn sie sehr lange ganz voll oder ganz leer sind. Das sollte man auf alle Fälle vermeiden. Und langsam laden ist für den Akku immer besser als Schnellladen, woebi man jetzt nicht meinen muss, nie schnell zu laden. Die Ladeleistungen beim Schnellladen sind sind gerade beim Cyberster noch sehr komode und man braucht sich egentlich kaum Gedanken machen, dass hier etwas besonders leidet.

    Gruß

    Stefan

    So ist es, besonders nicht mit 100 % in der Hitze (wie beim Verbrenner, da läuft der Tank ggf. über...) oder fast 0% bei Kälte (bisschen wie beim Diesel) rumstehen lassen.

    Nur eins noch bedenken: die Akkus von Handys und Spielzeugautos sind nicht wirklich mit Traktionsakkus moderner Elektroautos vergleichbar, auch wenn das aus Unkenntnis gerne getan wird. "Ach Elektroautos sind Elektroschrott, die Akkus sind nach 2 Jahren am Ende, schau dir doch nur mal dein iPhone an!". Neben großen eingebauten Reserven haben moderne Elektroautos ausgeklügelte BMS, die entscheidende Parameter wie Temperatur und Ladegeschwindigkeit zum Wohle des Akkus recht gut steuern. Ein Akku der nicht von der Garantie abgedeckte Produktionsmängel hat, sollte problemlos Jahrzehnte halten. Mein erstes BEV hab ich fast 8 Jahre und 160.000 km gefahren und nicht geschont was das Laden betrifft (Ich sag nur lebenslanges kostenloses SuperCharging, auch am Supermarkt um die Ecke...). Beim Verkauf war die getestete Akku-Gesundheit einwandfrei und der Akku hatte noch ca. 91 % Kapazität. Wäre ich mit dem Akku schonend umgegangen, wären es vielleicht noch mehr gewesen, vielleicht 93 oder 94 %.

    Selbst wenn du dein Handy Netz hättest, könntest du die Klimaanlage trotzdem nicht aktivieren, weil das Auto ja ständig schlafen geht. Keine 24 Stunden und die Karre ist offline. Das ist wirklich Mist. Hab ich auch schon bei MG angemeckert.

    Ist das ein hartes 24-Stunden-Limit oder verlängert sich das bei jedem erfolgreichem Fernzugriff um 24 Stunden?

    Dass MG kein WLAN kann ist schwach. Kein Wunder, dass die kein OT machen, neben den rechtlichen Hürden. Tesla hat von OTs über Handynetz wohl aus Kostengründen auf OT nur per WLAN umgestellt. Ausnahmen gibt es vielleicht bei sicherheitsrelevanten Updates.

    Hab mich aufgrund deines Posts auch für diese Matten entschieden! In meinem Fall mit "Tropfenmuster". Die kackbraunrote 8o Umrandung passt bestens zum Interieur, alle Befestigungen waren vorhanden und richtig montiert, auf den Rückseiten noch Klettstreifen zur zusätzlichen Lagestabilisierung sowie ein Klebeband für den Aufsteller (linke Fußablage Fahrerseite). Alles bestens. Nur hat die Firma meine Adresse falsch an den Lieferservice weitergegeben, zweimal meinen Namen stattt einmal Name und dann Staße... So konnte nicht zugestellt werden. Allerdings konnte ich nach E-Mail-Benachrichtigung zwar nicht meine Adresse korrigieren aber die Lieferung für den nächsten Zustellversuch immerhin völlig problemlos an eine nahe gelegene Aufbewahrungsstation umleiten.
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    Ich habe mir die jetzt auch mal bestellt. Sehen ja echt gut aus. Bei der Bestellung habe ich extra dazu geschrieben, dass ich auf der Beifahrerseite auch gleich die Befestigungen möchte 8)

    Da habe ich dann gleich ein Mail von denen bekommen mit der folgenden Nachfrage:

    "wie vermerkt, wollen Sie auch Befestigungen auf der Beifahrerseite für die Matte. Können SIe uns sagen, ob der Abstand identisch wie auf der Fahrerseite ist? Wir müssen nachfragen, da es beim MG nur 2 Halterungen im Standard gibt."


    Habe denen dann mal die Masse gesendet. Bin gespannt, was dabei jetzt rauskommt. Werde euch auf dem Laufenden halten.

    Wie unterscheidet man in der Schweiz eigentlich Masse (Meter, also Maße mit langem a) und Masse (kg = Masse mit kurzem a)? Verwundert mich immer wieder...

    Ja, das fiel mir auch beim Empfang auf. Bei mir sind an der Unterseite zwei elastische Bänder.

    Ich hab die Beifahrermatte einfach über die vorhandene gelegt und mit den Bändern über den hinteren Kanten fixiert. Die Doppelbemattung stört optisch nicht.

    Hättest du mal Fotos gemacht... :D

    Bei mir identisch - werde vermutlich Klettpatches nutzen.


    .....eine Alternative wäre noch deren Kundenservice anzutriggern und die Halterungen selbst anzubringen - ev. wissen die gar nicht, dass Beifahrerseits die identischen Halterungen vorhanden sind (...hätte wohl doch Bilder schicken sollen).

    Genau. Bei mir hatte sowohl die Fahrer- als auch die Beifahrer-Fußmatte die korrekten Befestigungslöcher.

    ...kurze Rückfrage - ich bekam eine Mail mit der Bitte um Fotos des Fussraums...

    Hat das jemand gemacht ?

    ich hab's gemacht. Angeblich brauchen die das für die Postion der Befestigungen. Oder auch nicht. Ging über den Link der Website am Handy problemlos.

    Hallo Freunde der flitzenden Flunder,


    nachdem ich nun schon seit Anfang 2017 :S elektrisch unterwegs bin mit diversen Marken (Tesla, Polestar, MG) und dieses Thema irgendwie in allen einschlägigen Foren früher oder später auftaucht, dachte ich mir, ich beglücke euch auch mal mit meinen Erfahrungen. Einigen wird das Thema neu sein, besonders wenn sie noch nicht so lange elektrisch unterwegs sind, andere wird es verständlicherweise bei einem erst kürzlich auf dem Markt erschienenen Elektroauto (noch) nicht interessieren. Aber ich werfe das Thema Akku-Kalibrierung jetzt trotzdem mal in die Runde, sozusagen prophylaktisch. :*


    Über den Zeitraum kann man diskutieren. Manche machen das alle paar Monate, manche nie, das geht üblicherweise auch meist gut, ja nach Fahrprofil… Moderne Batteriemanagementsysteme (BMS) machen inzwischen auch viel selbständig im Hintergrund. Hier dennoch Infos zur Kalibrierung des BMS.


    Das BMS berechnet die Reichweite, den Batteriestand und die Kapazität. Das ist keine direkte Messung z.B. der Kapazität, sondern eine Berechnung anhand von gemessenen „Randparametern“. Im Laufe der Zeit kann das Ergebnis dieser Berechnungen ungenau werden aufgrund von Drift oder Ungleichgewichten, die u.a. durch die Verschiebung einzelner Zellspannungen innerhalb der Batterie verursacht werden.


    Auch ist jede Messung für sich z.B. der entnommen Energiemenge immer mit kleinen Fehlern behaftet, die sich über Jahre und hunderte von Zyklen aufsummieren. Zum Vergleich: Bei einem Verbrenner misst ein Schwimmer den Tankinhalt, bei einem BEV wäre das Verfahren so, als würde der Verbrenner erst mal wissen, wie groß der Tank ursprünglich ist und die verbleibende Restmenge an Benzin anhand von Verbrauchsmessungen jeder einzelnen Fahrt ermitteln. Klar, dass das nach einigen Jahren nicht mehr zu 100 % stimmen kann – zudem der „Tank“ bei BEV im Laufe der Zeit auch gerne mal um ein paar Prozent „schrumpft“, und das auch noch unterschiedlich stark je nach verbautem Akku, Umwelt, Nutzer und dessen Fahrprofil.


    Endresultat kann sein, dass beispielsweise 4 % SoC angezeigt werden, dieser aber tatsächlich 0 % beträgt. Oder es werden umgekehrt 0 % angezeigt, also 0 km Restreichweite, aber in Wahrheit sind noch 5 % im Akku, man käme also noch ein paar 10 km weit (=verminderte angezeigte Reichweite).


    Bei älteren Akkus kommt aufgrund eventueller Unterschiede in der Zellspannung noch dazu, dass die Zelle mit der niedrigsten Spannung den Akku terminiert. Das führt dann dazu, wenn man Pech hat, wie eine Bekannte von mir, dass man bei einstelligem % SoC auf der Autobahn bergauf „mal kurz draufdrückt, um die die paar km zum nächsten Lader flott zurückzulegen“ sich das Auto abschaltet, weil die Spannung einer Zelle unter den niedrigsten erlaubten Schwellwert sackt und das Auto denkt, der Akku ist jetzt schlagartig leer =O bzw. es muss den Akku vor Tiefentladung schützen . Im konkreten (aber nicht einmaligen) Fall betraf das einen 10 Jahre alter Tesla mit sehr hoher Laufleistung. Es würde mich aber wundern, wenn das Verhalten grundsätzlich bei allen älteren BEV nicht auch genauso aufträte. :/


    Wenn man einen der folgenden Punkte feststellt, ist das ein Hinweis darauf, dass das BMS möglicherweise kalibriert werden sollte:


    • Der Batteriestand sinkt oder steigt beim Parken plötzlich und unerwartet an

    • Das Fahrzeug lädt über den festgelegten Grenzwert hinaus, oder erreicht nie 100 % SoC, hängt also beispielsweise bei 98% fest.

    • Die angezeigte Reichweite bei 100 % Ladung ist deutlich geringer als zuvor

    • Die maximale Reichweite nimmt mit der Zeit zu


    Man kann wie folgt die BMS-Genauigkeit neu kalibrieren und die Batteriezellen neu ausbalancieren:


    1. die Batterie unter 10% fallen lassen.

    2. den Wagen mindestens eine Stunde lang mit diesem SoC stehen lassen.

    3. den Akku (falls möglich langsam :sleeping: an einer Schuko-Dose) auf 100 % aufladen und weiter laden, bis das Fahrzeug keine Energie mehr vom Ladegerät bezieht. Das kann eine Stunde oder länger dauern, nachdem 100% erreicht wurden.


    Nachdem dieser Prozess abgeschlossen ist, werden die BMS-Berechnungen wieder genauer und damit ebenso die angezeigten Werte für Batteriestand, Rest-Reichweite, Kapazität und die maximale Reichweite.


    Übrigens sind verschiedene Akkutypen sozusagen unterschiedlich „anfällig“ für ungenaue BMS-Anzeigen. Am empfindlichsten sind in dieser Hinsicht die ansonsten sehr robusten LFP-Akkus, weil dort der Spannungs-Unterschied zwischen voller und leerer Akku-Zelle besonders klein ist.


    Worauf ich hinaus will: Am Anfang werden einige feststellen, mit 0 % SoC durchaus noch ein paar 10 km fahren zu können, diese Reserve könnte in ein paar Jahren bei gleichem angezeigtem SoC evtl. nicht mehr da sein, oder mit Pech ist sogar schon bei 2 oder 3 % SoC faktisch mal Schluss ;( . Ab und zu Kalibrieren vermeidet zumindest Letzteres. Ich habe das bei meinem letzten BEV in knapp 8 Jahren und 160.000 km insgesamt 3- oder 4-mal gemacht. Weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass man der Reichweiten-Berechnung (noch besser) glauben kann und daher die tatsächliche Akkudegradation realistisch sieht, da man vom BMS weder nach oben noch nach unten in die Irre :evil: geführt wird.


    HTH.