Das ist ziemlich viel! Bei meiner Frau und mir alle paar Jahre, vielleicht 3- oder 4-mal in 10 Jahren. Allerdings wurden meine Reifen und die meiner Frau an verschiedenen Orten mehr Opfer von Vandalismus (z.B. REINGEDREHTE Schrauben in die SEITENWAND) als Opfer natürlicher Umstände.
Zu sagen „Hab‘ ich seit 1980 noch nie oder nur einmal gebraucht" ist ein bisschen so wie sich nicht anzuschnallen, weil man noch nie einen Unfall hatte.
Wahr ist aber auch folgendes: Wenn es darum geht, vor Platten zu warnen (ist mir mal auf der AB passiert), reicht normales ABS, das die Reifenumdrehungen misst in Verbindung mit entsprechender Software. Zusätzliche Hardware ist nicht nötig. Die Sensoren, die bequemerweise den genauen Luftdruck messen (und auch guterweise, da sie schleichenden Luftverlust rechtzeitig ohne häufigen, bei BEV ansonsten sinnlosen Stop an der Tanke), haben uns sozusagen die Amis eingebrockt. Dort gibt es so gut wie keine Kompressoren an den Tanken, und wenn es mal einen Bezahl-Kompressor gibt, hat dieser keine Druckanzeige…. Du pumpst also einfach auf Verdacht rein - was der Ami sowieso nicht präventiv macht bevor der Reifen auseinanderfliegt, außer VIELLEICHT einige, wenn der Reifen offenkundig platt ist. Höherer Spritverbrauch? Egal. Schwammiges fahren? Sowieso egal, soll die Fahrwerkselektronik regeln. Höherer Verschleiß? Pah, Reifen kosten dort ein paar 10 Dollar das Stück (und sind auch genauso „gut“). Dann (Achtung jetzt) zeigt ihm der Luftdrucksensor im Reifen den Druck an... Also im Grunde gibt es diese aufwändigen Sensoren, weil man es dem Ami und den Tankstellen dort nicht zumuten kann und zutraut, Luftdruckmessgeräte zu besitzen und korrekt zu verwenden
Edit sagt: Für BEV-Faher gibt es mit den Sensoren allerdings zum ersten Mal etwas mehr Mehrwert im vergelich zu ICE-Fahrern: Sie ersparen einem das ansonsten sinnlose Anfahren von Tanken nur zur Luftdruckmessung oder die Anschaffung eines Meßgerätes für daheim.