Lieber Ernst,
vieles mag für dich offensichtlich zu sein, jedoch stecken wir beide meist nicht so in der Tiefe drin, um wirklich eine treffende Erkenntnis zu haben. Zudem lieferst du in der zweiten Antwort selbst schon fast die Antwort, warum. In den vergangenen Jahrzehnten musstest du noch nie eine Gefahrenbremsung durchführen.
Ich komme mit der Anordnung so perfekt zurecht, sodass ich auch keinen Vorteil darin sehe, wenn die Pedalerie umgebaut werden würde. Es hindert dich allerdings auch niemand daran (oder vielleicht doch?) die Pedale so umbauen zu lassen. Mich würde es tatsächlich interessieren, so einen Umbau mal probe zu fahren, um selber zu erfahren, wie es sich anfühlt.
Aber ein Argument dagegen:
Die größte Kraft und gleichzeitig beste Feinfühligkeit hat man im Bein, wenn dieses ungefähr 45° angewinkelt hat. Die entspannteste Haltung hat man dann, wenn man ohne Kraft das Bein fast ausgestreckt bei ungefähr 60° Winkel zwischen Oberschenkel und Unterschenkel hat. Dies bedeutet, dass man auf lange Strecken entspannter fährt, wenn das Strompedal aus dem Fußgelenk bedient wird. Anders beim Bremsen, hier muss mit ganzer Kraft gearbeitet werden, um im oberen Bremskraftbereich die Betätigungskraft aufzubringen und diese auch noch vernünftig dosieren kann.
Daraus abgeleitet sehe ich durchaus eine sinnvolle Kreation, wie die Pedale heute angeordnet sind. Es war überigens eine große Heruasforderung bei den heutigen BRemssystemen, bei denen ja das Bremspedal selber nicht mehr den Bremsdruck aufbaut, sondern nur noch als Geber für die elektronisch geregelte Bremse dient, so zu gestalten, dass ein vrnünftiges Bremsgefühl entsteht!
Gruß Stefan