Es geht doch nicht darum, ob man für gute Leistung bereit ist mehr zu bezahlen, sondern ob es gerechtfertigt ist, daß der gleiche Mitarbeiter für die gleiche Leistung 50% teurer ist, wenn das Auto einen Elektroantrieb hat. Es steht außer Frage, daß die Kosten für den E-Schein auf die Kunden, für die er erforderlich ist, umgelegt wird und daß die Werkstatt das gleiche kostet, sich wenn die Wartungsarbeiten geringer werden. Aber sind 140 Euro für einen Lackierer gerechtfertigt? Rechnet man mal die oben geschätzten 4000 Euro für den Schein durch den Aufpreis, dann hat die Werkstatt diese bereits nach 30 Arbeitsstunden wieder drin und ich bezweifle, daß der den ganzen großen E-Schein braucht, der ihn dazu befähigt unter Spannung zu arbeiten (Fehlersuche am eingeschalteten System, öffnen des Akkus). Und wenn man jetzt noch bedenkt, daß in diesen Stundensätzen die Kosten für Lackierkabine, Buchhaltung und Lohnfortzahlungen enthalten sind, beträgt der Aufschlag mehr als 100% auf den eigentlichen Stundenlohn des Mitarbeiters.
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